Erste Bauanlaufbesprechung

27. April 2017 hausbau 0
Erste Bauanlaufbesprechung

Die drei Monate Bearbeitungszeit für unseren Bauantrag, sind bald vorbei. Ein guter Zeitpunkt also, um mit unserer Hausbaufirma Compacta Bau über den Bauanfang zu sprechen. Dazu hatten wir diesen Mittwoch ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Herrn B. und Herrn K., unserem Bauleiter.

Bauvorraussetzungen

Als erstes sprachen wir darüber, was bis zum Bauanfang noch zu erledigen ist. Wir müssen uns um einen Bauwasseranschluss kümmern, Compacta besorgt alles für den Baustromanschluss. Zusätzlich sollten wir schon mal die Anschlüsse für Wasser und Abwasser beantragen.

Damit der Baggerfahrer auch weiß, wo er die Baugrube ausheben und das Gelände angleichen soll, muss vorher unser Vermesser die sogenannten Schnurböcke setzen. Diese zeigen die Grenzen der Bodenplatte auf und geben die Höhe vor.

Abwasserleitungen

Danach ging es um die Entwässerungen. Wie wird das Abwasser aus dem Haus zum Abwasserschacht geführt? Wo kommen die Regenfallrohre hin? Das Abwasser muss dabei auf dem „kürzesten Weg“ aus dem Haus geführt werden. Allerdings müssen die Rohre dabei auch sinnvoll verlegt werden. In der Praxis heißt es dann, dass mehrere Rohre zusammengeführt werden und erst dann unter der Bodenplatte herausgeführt werden. Von dort an müssen wir dann die Rohre weiter bis zum Abwasserschacht führen. Die Position des Abwasseranschlusses in der Küche müssen wir noch nachreichen, wenn wir den Küchenplan fertig haben.

Regenfallrohre

Die Regenfallrohre waren schon im Bauantrag eingezeichnet. Die Rohre der Hausdachentwässerung können an ihrer Position verbleiben. Doch das Fallrohr vom Garagendach wurde vom Architekten an einer ungünstigen Stelle platziert. Denn dort soll später einmal eine Bank stehen. Deshalb wurde das Fallrohr an die äußere Ecke der Garage versetzt.

Außenwasserhahn

Problematisch war die Position des Außenwasserhahnes. Der Hahn soll an die Gartenseite unseres Hauses angebracht werden. Schließlich werden wir dort den Großteil des Wassers benötigen. Doch leider grenzt unser Hausanschlussraum nicht an diese Seite.

Wenn wir aber vom Wasserversorger den günstigen Tarif (ohne Abwassergebühren) nutzen wollen, muss für diesen Wasserhahn eine extra Wasseruhr angebracht werden und die Verrohrung vom Wasserzähler zum Wasserhahn sichtbar auf der Wand geführt werden. Ein Wasserhahn, der aus der Küche herausgeführt wird, fällt somit flach. So, wie auch jeder andere Wohnraum.

Bliebe noch der Weg durch die Garage. Dort könnten wir es noch verschmerzen, ein Rohr an der Wand entlang zu führen. Allerdings steht der Winter diesem Vorhaben entgegen. Da die Garage nicht frostfrei gebaut wird, können wir keine Wasserleitungen in der Garage verlegen.

Als Lösung wurde uns vorgeschlagen, keinen extra Wasserzähler zu verbauen und den Wasserhahn aus der Küche herauszuführen. Laut Herrn B. würde sich der finanzielle Aufwand sowieso nicht lohnen, da unser Regenwasser schon in einer Zisterne aufgefangen wird und zur Gartenbewässerung zur Verfügung steht. Zudem planen wir noch einen Brunnen zu bauen, der dann ebenfalls zur Bewässerung genutzt werden kann. Die Gebühren für den Extrawasserzähler werden so eingespart. Wir haben uns dann für diese Variante entschlossen.

Bodentreppe

Unsere Treppe zum Dachboden soll in der Decke vom Hausflur eingebaut werden. Im Vertrag und in den Zeichnungen des Bauantrages ist die Treppe in Längsrichtung des Flures eingezeichnet und bemaßt. Im Plan des Binderwerksherstellers ist diese jetzt aber quer eingezeichnet. Zur Begründung heißt es, dass man die Treppe nur zwischen den Balken einbauen könne. Wir haben aber Bedenken, dass wir am Fuße der ausgeklappten Treppe so kaum noch Platz haben, um bequem mit einem Karton in der Hand auf den Dachboden zu gelangen. Herr B. meinte, dass bei einem 150cm breiten Flur, wie bei uns, genügend Platz dafür wäre. Das haben wir erst einmal so hingenommen. Eine spätere Recherche im Internet ergab, dass manche Bodentreppen beim Herunterklappen einen Platzbedarf von 160cm haben. Da fehlen mehr als 10cm, wenn man an den Putz denkt, der den Flur noch etwas schmaler macht. Da besteht also noch Klärungsbedarf.

Versicherungen

Für die Bauphase müssen wir noch drei Versicherungen abschließen. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung für Schäden an Dritte, falls etwas beim Nachbarn von uns kaputt gemacht wird oder sich jemand auf unserer Baustelle verletzt. Eine Bauleistungsversicherung, falls etwas an unserem Bau beschädigt wird – Stichwort Vandalismus oder Einbruch. Fehlen darf ebenfalls nicht die Feuerrohbauversicherung. Sie haftet für Schäden an unserem Bau, die durch Feuer oder Blitzeinschlag entstehen. Wenn man anstelle einer Feuerrohbauvers. eine Wohngebäudeversicherung abschließt, kann der Beitrag der Feuerrohbauvers. eingespart werden. Diese ist dann schon in der Wohngebäudevers. mit drin und kostet während der Bauphase kein Geld. Die Wohngebäudeversicherung verursacht erst nach der Hausfertigstellung Kosten. Das schont den Geldbeutel während der Bauphase.

Leerrohre

Für diverse Leitungen aus dem Haus heraus ist es gut, wenn man Leerrohre einplant. Ein Rohr geht vom Hausanschlussraum vor das Haus und eins in den Garten. So können wir nachträglich die später erforderlichen Leitungen mit nur wenig Aufwand aus dem Haus führen. Die Rohre mit DN100 dürften für Gartenbeleuchtung, Wasserpumpe und Gartenhaus reichen.

Heizkreisverteiler und Stromzählerkasten

Im Hausanschlussraum kommen der Stromzählerkasten und der Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizung. An welche Wand beide hinkommen sollen, wurde in der Besprechung ebenfalls festgelegt.

Insgesamt verlief die Bauanlaufbesprechung in einer angenehmen Atmosphäre. Auf unsere Wünsche wurde eingegangen, sofern es technisch machbar war.

Was uns sehr gefreut hat: Compacta benötigt zur Zeit ca 14 Tage ab Baugenehmigung, um mit den Tiefbauarbeiten anzufangen. Laut unserem Vertrag hätte Compacta 4 Wochen Zeit.

Nun hoffen wir, dass wir in den nächsten Tagen endlich die Baugenehmigung im Briefkasten liegen haben.


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