Architektengespräche

02. Dezember 2016 hausbau 2
Architektengespräche

Nachdem wir letzte Woche den Bauvertrag bei Compacta Bau unterschrieben hatten, trafen wir uns nun mit dem Architekten, Herrn H.

Nach ein paar einleitenden Worten wurde uns dann gleich gesagt: Mit dem Bauantrag in diesem Jahr wird es nichts mehr. Der Architekt hat zu viel zu tun. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, was gerade auf dem Hausbaumarkt los ist. Andererseits ist es verwunderlich, dass uns eine Woche zuvor noch etwas anderes gesagt wurde. – Wir mussten das erst mal schlucken. Denn letzte Woche wurde uns noch gesagt, dass der Bauantrag vor Weihnachten gestellt werden kann. Davon wollte man seitens Compacta Bau jetzt nichts mehr wissen. Es dürfte jedem klar sein, dass man bei uns deswegen keinen Freudenausbruch erleben konnte.

Einen Termin bis zur Bauantragseinreichung haben wir nicht Vertraglich festgehalten. Wir dachten, wir konnten den Worten vertrauen. Der Bauantrag soll laut der Aussage von Herr H. Mitte Januar fertig sein. Das bringt unseren Plan um einen knappen Monat in Verzug. Damit steht schon jetzt der Einzug vor Weihnachten 2017 auf der Kippe. Tolle Aussichten auf den weiteren Bauverlauf.

Das weitere Gespräch war dann aber recht konstruktiv und informativ. Wir hatten unseren Grundriss und den gesamten Ordner mit allen Unterlagen zu unserem Bauvorhaben mitgenommen. Was auch gut war, denn Herr H. benötigte noch weitere Unterlagen. Wir sind alle Maße, Tür- und Fensterpositionen, Raummaße und die Lage des Hauses auf dem Grundstück durchgegangen. Änderungen an dem Grundriss gab es so nicht.

Herr H. meinte, dass im Standard alle Innenwände in 11cm Stärke gemauert werden. Wir wollten allerdings zwischen den „Ruheräumen“ (Wohn- und Schlafzimmer) und den Räumen, in der mehr Bewegung ist (Küche, Bad, Hauswirtschaftsraum) eine Wandstärke von 17,5 cm haben. Bei Poroton-Steinen macht das nicht so viel aus, einige Dezibel sind es aber schon. Folgte jetzt der nächste Schock? Zum Glück nein. Da wir in unserem Grundriss, den wir zum ersten Gespräch mit Herrn S. von Compacta Bau mitgebracht hatten und auch in der Zeichnung von Compacta Bau, die Bestandteil des Vertrages ist, die entsprechenden Wände mit 17,5 cm bemaßt waren, sind die Mehrkosten für stärkere Wände bereits mit berechnet worden.

Uns wurde durch diese kleine Sache aber bewusst, wie sehr es auf Details ankommt und das solche Details auch schnell viel Geld kosten können. Wir können daher nur jedem raten, egal ob mit Compacta Bau oder einer anderen Baufirma gebaut werden soll, auch auf Details zu achten!

Im Gespräch kam dann aber noch heraus, dass das Regenwasser, was auf unserem Grundstück fällt, auch da bleiben muss. Eine Einleitung in die Kanalisation ist nicht erlaubt. Man kann den Regen entweder im Erdboden versickern lassen oder zur späteren Verwendung auffangen. Da unser Boden recht lehmhaltig ist, müssen wir das Wasser auffangen. Sonst haben wir bald ein Haus am See. Dazu werden wir ein großes Behältnis eingraben müssen.

Compacta Bau machte uns dazu auch gleich ein Angebot: eine Zisterne, 5.400 Liter inkl. Zuleitung vom Hausdach – Kosten: ca. 3.000 Euro. Ich denke, das können wir auch in Eigenleistung erbringen. Zumal eine kurze Recherche im Internet wesentlich günstigere Zisternen ergeben hat.

Nachdem wir soweit alles besprochen hatten, wurde uns versprochen, dass wir spätestens in der Woche vor Weihnachten die Zeichnungen zur Kontrolle bekommen. Wenn der Architekt im neuen Jahr wieder sein Büro öffnet, arbeitet er, sofern notwendig, unsere Änderungswünsche ein und erstellt den Bauantrag mit allen erforderlichen Unterlagen und Berechnungen.

Hoffen wir mal, dass uns Herr H. damit ein schönes Geschenk zu Weihnachten bereitet.


2 Gedanken zu “Architektengespräches”

  • 1
    BauBlogListe.de am 3. März 2017 Antworten

    In der Tat sind es meist solche „Kleinigkeiten“ wo man sich Ärgert wenn man sie doch nicht beachtet hat… Gut das es sich mit den Innenwänden dann doch in wohlgefallen aufgelöst hat und dies dann doch schon so vorgesehen war…

    • 2
      Bauherr am 4. März 2017 Antworten

      Ja, das ist es. Gerade bei so vielen Details, auf die man während der Planungsphase (und dann später sicherlich auch in der Ausführungsphase) achten muss, ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten.

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